Wie ein Gehaltsrechner aus dem Internet informieren kann

gehaltsrechner

Wer eine neue Arbeit sucht, erfährt meist, welches Brutto-Gehalt bei der versprochenen Stelle gezahlt würde. Mehr Brutto bedeutet jedoch nicht immer auch mehr Netto. Durch gestufte Steuerforderungen kann es geschehen, dass man mit einem etwas höheren Gehalt am Ende sogar weniger Geld zur Verfügung hat als vorher. Daher helfen Vergleichsrechner im Internet dabei, das effektive Gehalt nach Abzug aller Abgaben zu ermitteln.

In diesen Vergleichsrechner gibt man zunächst das versprochene Bruttogehalt ein und ergänzt wichtige Angaben über Steuerklasse, Freibeträge und betriebliche Altersvorsorge. So kommt ein Arbeitnehmer, der in Steuerklasse I liegt, bei einem Bruttogehalt von 1400 Euro auf ein Nettogehalt von 1151 Euro. In Steuerklasse 3 blieben dagegen 1239 Euro. Läge das Bruttogehalt nur bei 1300 Euro, wäre allerdings das Nettogehalt mit 1085 Euro nicht exakt einhundert Euro geringer. Eine Gehaltserhöhung um einhundert Euro würde dem Arbeitnehmer in diesem Gehaltsbereich nur 65 Euro einbringen.

Aus diesem Grunde sollte bei jeder Gehaltserhöhung zunächst ein entsprechender Rechner befragt werden. Auch bei einer Heirat kann der Rechner hilfreich sein. Wenn zwei Personen ihre Steuererklärungen gemeinsam ausfüllen, haben sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Kombinationen der Steuerklassen. Es können entweder beide in der gleichen Klasse berechnet werden oder in zwei unterschiedlichen. Die unterschiedliche Berechnung empfiehlt sich für Paare, bei denen ein großer Unterschied zwischen den Gehältern vorliegt. Wenn zum Beispiel ein Partner zugunsten der Kindererziehung auf eine Vollzeitstelle verzichtet, kann der andere Partner die Freibeträge günstig mitnutzen. Haben beide ein vergleichbares Gehalt, ist es sinnvoller, eine andere Berechnungsmethode zu nutzen. Welche Kombination im speziellen Fall die günstigste ist, sollte mithilfe des Rechners exakt ermittelt werden. Auch die Anzahl der Kinder spielt hier eine Rolle. In den Rechnern können halbe Kinder in das Formular eingetragen werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Kinderfreibeträge unter den Eltern zu gleichen Teilen aufgeteilt werden sollen. Ein Kind bringt im ursprünglichen Beispiel eine Steuererleichterung von 34 Euro. Verdient man 1000 Euro mehr, beträgt die Ersparnis für das Kind nur noch 23 Euro. Es ist also ratsam, auch die Verteilung der Kinderfreibeträge im Vergleich durchzurechnen.

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